1. Preis für unseren Entwurf des Cyber Valley Start-up Campus in Tübingen
Unser Entwurf für den »Cyber Valley Start-up Campus« in Tübingen wurde in der Mehrfachbeauftragung der TTR Technologieparks Tübingen-Reutlingen GmbH einstimmig mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Gemeinsam mit Machleidt, Berlin, und freiraumconcept Landschaftsarchitekten, Rottenburg a. N., haben wir einen Campus für KI-Ausgründungen und Start-ups mit rund 24.000 m² BGF entwickelt.
Ein Campus ohne Rückseiten
Das Grundstück an der Oberen Viehweide vermittelt zwischen den kleinteiligen Wohnstrukturen von Waldhäuser Ost und den großmaßstäblichen Bauten des Technologieparks. Vier Baukörper schaffen diesen Übergang und fassen das Quartier mit klaren Kanten zum Nordring und zur Waldhäuser Straße. Eine zentrale Nord-Süd-Passage verbindet die beiden Eingänge im Norden und Süden und bildet das räumliche Rückgrat des Campus.
Arbeiten zwischen Stadt und Landschaft
Zwischen den Gebäuden entstehen vielfältige Freiräume – vom Marktplatz über begrünte Höfe bis hin zu ruhigen Aufenthaltsbereichen. Der Grüne Hof bietet Arbeitsplätze unter freiem Himmel, umgeben von Obstbäumen, extensiven Wiesen und sogenannten Working Cubes. Die Freiräume verknüpfen den Campus mit der Nachbarschaft sowie den angrenzenden Grünräumen.
Modell zum eingereichten Entwurf
Flexibel, wirtschaftlich und nachhaltig
Der Entwurf setzt auf Low-Tech statt auf aufwendige Gebäudetechnik. Durch Speichermassen, öffenbare Fenster und ein robustes Tragwerksraster ist eine hohe Anpassungsfähigkeit gewährleistet und ein ressourcenschonender Betrieb möglich. Retentions-Gründächer mit Photovoltaikanlagen sowie Zisternen zur Bewässerung ergänzen das nachhaltige Konzept.
Umsetzung in Bauabschnitten
Der Campus kann in drei Bauabschnitten realisiert werden. Bereits der erste Bauabschnitt umfasst den südlichen Kopfbau und den Marktplatz, die als zentrale gemeinschaftliche Einrichtungen dienen. Die Gesamtentwicklung ist über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren geplant.
Perspektive von dem Nordring
Aus der Begründung des Preisgerichts
Das Preisgericht würdigt die hohe Durchlässigkeit und Vernetzung des Ensembles sowie die gelungene Verknüpfung von Nachbarschaft und Technologiepark. Hervorgehoben werden zudem die differenzierten Freiräume, der schlüssige Umgang mit der Topografie und die hohe Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit des Entwurfs.
Projektteam
Machleidt, Berlin ↗ machleidt.de
freiraumconcept Landschaftsarchitekten, Rottenburg ↗ freiraumconcept.com
Ausstellung
Alle Entwürfe der Mehrfachbeauftragung sind vom 31. Juli bis 21. August 2026 im Foyer des Technischen Rathauses Tübingen zu sehen.
»Mit dem Neubau bekommt die Erfolgsgeschichte des Technologieparks Tübingen-Reutlingen ein neues Kapitel. Wir stärken die Region als Hightech-Standort und fördern die Start-up-Szene insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz.«
L‑Bank-Vorstand Johannes Heinloth

